Makellose, strahlende Töne
Und so betritt Selina Ott die Bühne, zierlich und selbstbewusst, setzt ihr Instrument an - und makellose, strahlende Töne erstrahlen den Saal, so leicht und schwebend, dass man die große Kunst dahinter vergisst. Joseph Haydns Trompetenkonzert ist das Schlachtross des Repertoires, alle berühmten Trompeter haben es vorgeführt, und das Publikum hat es im Ohr. Selina Ott spielt nicht einfach nur brillant, sie phrasiert mit innig empfundener Musikalität, ihre Tongestaltung ist kontrolliert und wirkt gleichwohl völlig natürlich. Die Solo-Kadenz glüht vor Virtuosität, und der langsame Satz wird mit kostbaren Tönen ausgesungen.
Im zweiten Teil spielt Selina Ott das Concertino von André Jolivet, eine Perle unter den raren Trompetenkonzerten des 20. Jahrhunderts. Das Werk ist eigentlich ein Dialog für Klavier und Trompete, wobei das Blechblas-Instrument zum Ich-Erzähler einer regelrechten musikalischen Odyssee wird. Hier arbeitet Selina Ott mit mehreren Dämpfern, das Stück ist innig vom Jazz inspiriert. Die junge Solistin genießt es, den Farbenreichtum ihres Instrumentes auszuloten, mit schwindelerregenden Hochtonakzenten und gedeckten Abstufungen im Trauerlied des langsamen Mittelteils. Es wird sehr viel Freude machen, den Werdegang dieser wunderbaren Musikerin zu verfolgen.“
(Oktober 2019, Monika Willer, Westfalenpost, Sauerland-Herbst, Hagener Symphoniker)

„Arutjunjans künstlerische Vorgehensweise war am Beispiel des Trompetenkonzertes nachvollziehbar, das die junge Solistin Selina Ott brillant virtuos und in lyrischen Momenten sehr berührend auf dem Konzertpodium spielte. Beinahe alles, was die Trompete an klanglichen Möglichkeiten bot, fand sich in diesem Konzert und in dieser Interpretation wieder. Der stellenweise durch einen Dämpfer verfremdete Klang des Instruments durfte zu den subtilsten Momenten des Konzerts gehören.“
(Juni 2019, Jadwiga Makosz, Westfälischer Anzeiger, KlassikSommer Hamm, NWD Philharmonie)

Vollendete Virtuosität und Technik
Selina Ott beeindruckte bei ihrem Auftritt in der Regensburger Minoritenkirche mit ihrem kunstfertigen Trompetenspiel.
Man kann nur staunen über die Kunstfertigkeit, die Selina Ott mit etwas über zwanzig Jahren an der Trompete präsentiert…Über beide Programmteile des Auftritts bei den Serenadenkonzerten in der Minoritenkirche waren ihr Ansatz und die Grifftechnik lupenrein. Gestalterisch überzeugte sie mit geschmeidiger Dynamik. Zusammen mit ihrem taiwanesischen Klavierbegleiter En-Chia Lin band sie geschickt und effektvoll die große Akustik der Kirche in ihren Vortrag mit ein; achtete darauf, dass Endtöne verhallen konnten.
Die junge Trompeterin präsentierte sich souverän. Das Konzert begann dennoch erst zurückhaltend. Mit dem Trompetenkonzert in Es-Dur von Johann Babtist G. Neruda fand man sich im galanten Stil Dresdner Schule gut zurecht, bis auf die Makellosigkeit des Vortrags geschah wenig Überraschendes. Das war gepflegtes, musikalisches Warmlaufen. Anders wurde es bei Eugène Bozzas Rustiques, rhythmisch vertrackter und mit hohen Anforderungen an Virtuosität und Koordination. Jetzt öffnete sich die ganze Souveränität der jungen Trompeterin, äußerlich tiefenentspannt jagte sie durch die Partitur. Das galt später auch für das siebensätzige Konzert von Alexander Arutjunian, in dem Selina Ott alles an dynamischen und gestalterischen Fähigkeiten unaufgeregt auffächerte und genauso auch in der Lage war, große flächige Stimmungsbilder zu erzeugen. George Enescus Légende für Trompete und Klavier aus dem Jahre 1906 bildete den anspruchsvollen Endpunkt im offiziellen Programm…Begeistert feierten die Zuhörer Variationen zu „Funiculì, Funiculà“, die man sich als Zugabe erklatschte. Die Virtuosität wird zur atemberaubenden Fingerakrobatik, einmal mehr ließ die junge Selina Ott ihrer vollendeten Technik freien Lauf, ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken.
Es gibt genug Musiker, die eine solche Begabung offensiver präsentieren würden. Das ist ihre Sache nicht, zumindest nicht in der jetzigen Phase ihrer Karriere. Hoffentlich wird sie daran nichts ändern, Zirkuspferde gibt es in der Szene schon genug.“
(Juni 2019, Andreas Meixner, Mittelbayrische, Serenadenkonzert Minoritenkirche Regensburg)

Trompetengesang in vollendeter Form
Was die Trompetensolistin Selina Ott und der Pianist En-Chia Lin am Flügel gemeinsam aufführten, war geradezu ein Hochamt künstlerischer Virtuosität, klanglicher Delikatesse und künstlerischer Vollendung. Mit der in Wien lebenden Selina Ott, erst 20 Jahre alt, scheint ein Nachwuchs-Stern am Musik-Firmament aufgegangen, der noch eine formidable, in Weltstar-Gefilde führende Karriere vor sich hat. Die ARD-Preisträgerin, die sich unter 500(!) Mitbewerbern im Wettbewerb durchgesetzt hatte, und ihr genialisch am Flügel agierender Begleiter zündeten eine beseelt interpretierte Programmfolge, die Anspruch und Abwechslung in Fülle bot… J.B.G. Nerudas Trompetenkonzert Es-Dur bot den hymnischen Auftakt für Selina Otts geradezu selig machendes Trompetenspiel: grazil, leicht, akribisch kontrolliert und doch federnd-anmutig, voller spielerischer Eleganz und Finesse. So seidig-transparent, üppig koloriert und kantilenenhaft-nuanciert ist einem ein Trompetenkonzert noch nirgends begegnet. Ott, die in einem dunkelblauen Plissée-Kleid auftrat, gebietet über eine solch fein dosierte, fast schmeichlerische Instrumentenstimme, welche für die Trompete ganz andere Sphären der Klangkultur zu öffnen scheint…Mit Eugen Bozzas „Rustiques“ wechselte das Musikfach in eine modern angehauchte, dem Jazz angenäherte Ausdrucksform. Sanft, mit Schalldämpfer am Trichter, ließ Ott in munterer Weise Farben erstrahlen. Auffallend wiederum ihr konzentriertes Spiel, mit stupender Technik, dennoch völlig unaffektiert und wie beiläufig Effekte setzend…Nach der Pause wurden ganz große Kunst und begeisterndes Konzertieren nahtlos fortgesetzt. Mit A. Arutjunjans Trompetenkonzert, einer keck-klangzauberischen Komposition, leicht swingend und unterhaltsam-tänzerisch angelegt, traten Ott und Lin ein weiteres Mal den Beweis an, wie Trompete und Klavier ein wunderbares musikalisches Gespann zu bilden vermögen. Selina Ott dimmte ihr schimmerndes Blech zu einem leisen Raunen herunter…Nach Georges Enescos einfühlsam artikulierter und eher ruhiger „Legend“-Romantikweise wählten die beiden jungen Meister-Interpreten mit „Napoli“ als Zugabe noch einen Rhythmus-Giganten und Einpeitscher, der die Zuhörer förmlich hinriss und zu Stehapplaus motivierte.“
(Juni 2019, Siegfried Schmidt, Südwest Presse/Neckar Chronik, Schwarzwald Musikfestival)

„Bei dem Konzert in der Christuskirche präsentierten zwei Ausnahmetalente ihr großes Können. Die erst 20-jährige Selina Ott gewann als erste Frau und jüngste Teilnehmerin den ARD-Musikwettbewerb im Fach Trompete. Während des Konzerts überzeugte sie mit ihrem gefühlvollen und ausdrucksstarken Trompetenspiel und faszinierte mit außergewöhnlichen Klangelementen…Mit dem Trompetenkonzert Es-Dur von Johann Baptist Georg Neruda präsentierten die beiden Musiker eine bestens aufeinander abgestimmte Mischung aus Klavier- und Trompetenklängen. Eine Art Frage-Antwort-Spiel der Instrumente zeigte die große Bandbreite und das Können der Musik…Die virtuosen Trompetenklänge in Verbindung mit den zum Teil dramatisch klingenden Klavierpassagen boten eine Mischung, die das Publikum begeisterte und zu viel Applaus hinriss…Die gute Akustik der Kirche brachte das hell tönende Trompetenspiel Selina Otts bestens zur Geltung…Lautstark forderte das Publikum eine Zugabe, die die Musiker mit der bekannten Melodie Napoli gaben. Und auch dafür ernteten sie Begeisterung. Selina Ott stellte nochmals ihr großes spieltechnisches Können unter Beweis und zeigte mit ihrem schnellen Spiel die Klangvielfalt ihrer Trompete.
Mit einer Mischung aus schwungvoller Leichtigkeit und fröhlicher Festlichkeit ging ein überaus gelungenes Preisträgerkonzert zu Ende. Mit stehendem Applaus honorierte das Publikum die Glanzleistungen der beiden Musiker, die sowohl als Duo als auch als Einzelkünstler überzeugten.“
"Wir haben heute ein großartiges Konzert erlebt und waren entzückt", so der Juniorchef des Hotels Bareiss.
(Juni 2019, Monika Braun, Schwarzwälder Bote, Schwarzwald Musikfestival)

„...Der französische Komponist würzte bereits die ersten Töne derart schrill, dass keine Langeweile entsteht. Hier gliedert sich das Spiel der 1998 in Krems, Niederösterreich geborenen Selina Ott nahtlos ein. Mit mal schneidendem, mal glasklarem Klang erfasst sie das Wesen jeder der 5 Variationen. Der Einsatz verschiedenster Dämpferarten belebt ihr ohnehin schon tadelloses Spiel. So gelingt es ihr, einzig durch ihr Auftreten zu ergreifen und auch von der Legitimität ihres Preises zu zeugen. Ihre große Klasse muss man jedenfalls neidlos anerkennen.“
(Dezember 2018 @ Klassik begeistert; Jolivet Concertino mit dem WDR-Sinfonieorchester in der Kölner Philharmonie)

„Die hinreißende Interpretation von Arutjunjans Konzert für Trompete war sicherlich ein Höhepunkt des Abends. Damit hast du nicht nur dein außerordentliches musikalisches Talent bewiesen sondern auch durch große Professionalität überzeugt. Ich hoffe sehr, dich noch bei vielen Auftritten auf der Bühne erleben zu dürfen.“
(Dezember 2016, Dr. Erwin Pröll)

„Bei der 17-jährigen österreichischen Trompeterin Selina Ott machten sich dabei Repertoireeinflüsse ihres Musikhochschulprofessors und musikalischen Festspielleiters Reinhold Friedrich bemerkbar. Innig, impulsiv bewegt bis zum expressiven Finale intonierte sie Charliers „Solo de Concours“, Gauberts „Cantabile et Scherzetto“ einfühlsam und schweigend, um dann in virtuos gesteigerte Spannung davonzuziehen. Ein Zusammen- und Wechselspiel von Trompete und Klavier mit Tiefe, mit malerisch-farbigen und folkloristischen Facetten, sehr virtuos und temporeich auch pathetisch bis zu impulsiv wilden solistischen Ausbrüchen. Reinste Bläserkunst war hier zu erleben, die das Publikum mit Begeisterung aufnahm und mit Bravo-Rufen begleitete.“
(24.10.2015 Badische Neueste Nachrichten, Alexander Werner, Weingartner Musiktage)

„Die sind auf dem Weg, berühmt zu werden und darum wollte ich einmal mit denen zusammen auf der Bühne stehen.“ Was dann folgte, die Soirree de St. Petersbourg von Oskar Böhme, eine der wenigen Originalkompositionen für Harfe und Trompete, eigentlich als Zugabe gedacht, nahm die Zuhörer noch einmal emotional mit und verlieh dem Abend den letzten romantischen Glanz.“
(24.10.2015 Reinhold Friedrich, Weingartner Musiktage)

„Die Österreicherin Selina Ott, die bereits einige erste Preise mit Auszeichnung erreicht hat, eröffnete mit dem „Solo de Concours“ von Théo Charlier, einem Komponisten des 19. Jahrhunderts und fuhr fort mit „Concert for trumpet“ von Alexander Arutjunjan. Reif und ausdrucksstark war ihr Spiel, sie wurde jeweils am Flügel von Eriko Takezawa begleitet. Schnelles Tempo und teilweise harte Töne prägten die erste Komposition. Aber wahre Beifallsstürme löste die zweite aus. Das 1950 geschriebene „Trompetenkonzert“ bestach durch rasante und mitreissende Passagen, gewährte aber auch Raum für dichte und klangvolle Klavierpassagen. Die Trompete seufzte und jubelte zugleich, langsamere und herbstlich gestimmte Töne endeten in einem wilden furiosen Schluss, der auch atemtechnisch eine Meisterleistung war. Ihr letzter Solobeitrag war von Philippe Gaubert „Cantabile et Scherzetto“ und das Publikum war restlos hingerissen.Alles in allem erfuhr Alisa Sadikova warmen Beifall, großen Respekt und Anerkennung des Publikums ob ihrer Leistung und ihres jungen Alters, aber gefeiert wurde Selina Ott.“
(24.10.2015 Weingartner Musiktage)

„Erst 15 Jahre alt, lieferte Selina Ott den Beweis für ihr grosses Talent.“
(24.04.2014 Berner Oberländer, Interlaken Classics)

„Ein Höhepunkt der Darbietungen war der Auftritt der erst 13-jährigen Selina Ott, die bei „Song and Dance“ das Cornetsolo spielte. Sie erhielt heuer ein Stipendium der Uni Wien im Hochbegabtenkurs.“
(14.05.2012 NÖN)

„Miss Ott is a fine young player at the moment and will no doubt become a very fine one in years to come, and Hannes Buchegger ensured she enjoyed her moment in the spotlight to the full. It could have been one of the cringe moments when a freakishly prodigious talent is displayed like a circus act, but not here.“
(07.05.2010 Iwan Fox, European Gala Concert)

„Gemeinsam musizieren auf höchstem Niveau: Selina Ott aus Pottenbrunn gilt bereits als Ausnahmetalent, obwohl sie erst 11 Jahre alt ist. Gemeinsam mit Prof. Hans Gansch, einem gebürtigen Melker und ehemaligen Solotrompeter der Wiener Philharmoniker, trat die Schülerin bei der Matinee der „Austrian Youth Brass Band“ in Oberösterreich auf. Das Publikum war begeistert.
(29.06.2009 NÖN)